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César Franck - Les sept dernières paroles du christ en croix


manifestation

In der Liturgie am Karfreitag Nachmittag erklingen Teile des Werkes von César Franck, Die sieben Worte Jesu am Kreuz, für Soli, Orchester, Chor und Orgel unter der Leitung von Verena Zemp. 

Aufführende
Kyungbin Duay, Sopran;
Igor Marinkovic, Tenor;
Jonathan Prelicz, Bass;
Kirchenchor Gut Hirt;
Orchester ad hoc;
Susanne Bitterlin, Konzertmeisterin;
Verena Zemp, Leitung

Zum Werk

Bereits im Alter von 26 Jahren hatte sich César Franck vorgenommen, neben seiner Erwerbstätigkeit als Lehrer und Organist täglich zwei Stunden der Komposition oder dem Studium großer musikalischer oder literarischer Werke zu widmen. Auf diese Weise entstanden zwischen 1848 (also bereits zehn Jahre vor seiner Berufung zu Ste. Clotilde) bis ca. 1868 quasi in Nachtarbeit Kompositionen meist für den liturgischen Gebrauch. Nach und nach entwickelte der dabei seinen persönlichen Kompositionsstil, allerdings haben die dabei entstandenen Werke wenig Beachtung gefunden.

Im besonderen Masse gilt dies für Francks „Les sept dernières paroles du christ en croix“ (Die sieben letzten Worte Christi am Kreuz), die Franck auf seinem Manuskript mit 14.08.1859 datierte, eben jenem Jahr, in dem er sich aus der Vokalmusik an der Kirche Ste. Clotilde zurückzog. Demnach hätte das Werk in der Passionszeit 1860 zur Aufführung kommen können. Abgesehen davon, dass kein Einzelstimmenmaterial überliefert ist, könnte der zu dieser Zeit bereits amtierende Kapellmeister Dubois eine Erklärung dafür sein, warum das Werk zu Lebzeiten Francks vermutlich nie zur Aufführung kam. Im Gegenteil, im Jahr 1867 wird dort eine Vertonung von „Die sieben letzte Worte Jesu am Kreuz“ von Théodore Dubois als „herausragende kirchenmusikalische Novität“ gepriesen, die sogar im gleichen Jahr aufgeführt wurde, ohne das gleichnamige, acht Jahre früher entstandene Werk César Francks wenigstens mit einem Wort zu erwähnen. Das Werk verschwand in der Versenkung.

Erst 95 Jahre später im Jahr 1955 erwarb die Bibliothek Lüttich das Autograph aus Privatbesitz. Weitere Jahre gingen ins Land, bis diese Vertonung der letzten Worte Jesu im Jahr 1977 und somit 118 Jahre nach dessen Entstehung in der Martinskirche zu Geislingen an der Steige unter der Leitung von Armin Landgraf uraufgeführt wurde. Landgraf ist derjenige, dem die Ehre gebührt, zwei Jahre zuvor 1975 im Rahmen seiner Monographie „Musica Sacra zwischen Symphonie und Improvisation: César Franck und seine Musik für den Gottesdienst“ Francks Vertonung der Jesusworte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt zu haben. Das Verschollensein des Autographen ist auch der Grund, warum Francks Biographen das Werk überhaupt nicht kannten


Kirche Gut Hirt


Zug


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